Gestern Morgen klingelte mein Wecker um 4:15h, denn wir (meine zwei Mitfreiwilligen und Ruth, eine ehemalige Freiwillige, die gerade zu Besuch hier ist) hatten uns vorgenommen, die Strände von Jacó zu erkunden. Der Bus nach Jacó fuhr um 6:00h vom Terminal Coca Cola in San José ab, die Tickets hatte unser Chef uns netterweise schon vorher gekauft. Um 4:45h trafen wir uns an der Bushaltestelle, um einen der ersten Busse nach San José Zentrum zu bekommen. Wir hatten Glück und der Bus kam schnell und sogar relativ leer. In San José mussten wir dann noch ein Taxi zum Terminal Coca Cola nehmen. Den Weg kann man eigentlich auch zu Fuß gehen, aber da die Gegend rund um "die Coca Cola" nicht ganz ungefährlich ist, wurde uns zu einem Taxi geraten. Wir kamen dann etwas überpünktlich am Busterminal an, der Bus fuhr dann aber zum Glück auch püntklich um 6 Uhr ab.
Auf dem Weg an die Pazifikküste wurde es immer grüner, aber leider auch immer bewölkter. Als wir nach knapp zwei Stunden Busfahrt ausstiegen, schlug uns eine feuchte Hitze entgegen. Wir liefen erstmal ein bisschen herum und schauten uns um, dann stellten wir fest, dass der Bus uns etwas außerhalb abgesetzt hatte und so liefen wir am Strand entlang Richtung Zentrum. Durch die Straßen liefen trotz der frühen Stunde schon viele Surfer mit ihren Surfbrettern, denn Jacó ist einer der beliebtesten Orte Costa Ricas zum Surfen. Im Zentrum angekommen gingen wir dann auf den Tipp einer Einheimischen hin im "Soda Rustico" essen. Dort konnte man sich für 2000 colones (ungefähr drei Euro) ein Frühstück zusammenstellen, einen Kaffee oder einen Fresco (Saft) gab es auch noch dazu. Während wir uns stärkten, kamen immer mehr Surfer und Urlauber in das Soda, wir hatten anscheinend alles richtig gemacht mit unserer Wahl.
Nach dem Frühstück gingen wir dann natürlich an den Strand. Trotz der Wolken war es total warm und wir cremten uns alle fleißig ein, um nicht "typisch-Touri" verbrannt nach Hause zu kommen. Den Tag über lagen wir am Strand, gingen ins wunderbar warme Wasser (die Wellen und die Strömungen waren allerdings wirklich heftig), beobachteten die Surfer und entspannten. Gegen Mittag mussten wir dann aufbrechen, denn die Sonne war trotz Wolkendecke gefährlich stark, in der Ferne begann es zu donnern und unser Bus zurück fuhr schon um 15 Uhr ab. Vor der Rückfahrt kehrten wir nochmal ganz costaricanisch ein und aßen ein casado mit Fisch an der Strandpromenade. Casados sind hier Gerichte bestehend aus Reis, Bohnen, Tortillas, Salat und einer Beilage (Fleisch/Fisch/Hühnchen).
Wieder angekommen in San José kam es dann zu der ersten Situation in Costa Rica, in der ich mich wirklich unsicher gefühlt habe: Wir kamen gegen 18 Uhr am Terminal Coca Cola an, es herrschte Rush Hour und die Gegend um das Busterminal war voller Leute. Wir wurden von allen Seiten angesprochen, es war eng und man konnte vor lauter Autos die Straße kaum überqueren. Zum Glück fanden wir nach einiger Zeit einen netten Taxifahrer, der uns zu einem angemessenen Preis zu unserer Bushaltestelle fuhr und von dort aus nahmen wir sicher den Bus zurück nach Kuru.
Wetter: drückend und sehr warm.
Ich habe gelernt, dass... die besten Tipps, die der Einheimischen sind.
Stimmung: Vorfreude auf weitere Reisen.
Unsere "Reise"
Erschöpft von der Busfahrt
Frühstück in der soda "Rustico"
Der Weg zum Strand
Warnung vor gefährlichen Strömungen
Sehr warmer, aber bewölkter Strandtag
Die erste Berührung mit "costaricanischem" Meer
Auf dem Weg ins Wasser mit Ruth
Wasserspaß
Mit meiner Mitfreiwilligen Maike
Mittagessen: ein casado mit Fisch
