Donnerstag, 21. November 2013

Fiesta Latina

Am Sonntag hat die Gastmutter von Maike ihren Geburtstag in einem Tanzsalon nachgefeiert. Wir haben uns alle wie gefordert schick gemacht, wussten aber nicht wirklich, was uns erwarten würde. Wir fuhren also mit dem Taxi bis zum "Pueblo", einem Gelände voller Bars und Discos. Das Gelände war aber weitestgehend leer, weil der Geburtstag schon um 14 Uhr begann und nur der Tanzsalon "Fiesta Latina", der unser Ziel war, hatte zu dieser Zeit offen. Doch schon zu dieser frühen Stunde war der Saal voller tanzwütiger Menschen und die Geburtstagsgäste tanzten bis der Salon schloss (um 20 Uhr) fast ohne Pause. Da leider keine von uns Freiwilligen Tänze wie Bolero beherrscht, konnten wir nicht so wirklich tanzen. Ab und zu forderten uns allerdings hoch motivierte, ältere Herren auf und versuchten, uns einige Schritte beizubringen. Das war immer total lustig und vielleicht können wir in einem Jahr ja einige Schritte mehr!

Der Tanzsalon "Fiesta Latina"







Las alemanas


Montag, 11. November 2013

Campamento in Cartago

Das lang ersehnte campamento sollte eigentlich um 13 Uhr mit einer reflexión (Bibelstelle vorlesen, Interpretation und ein passendes Spiel dazu) in der ACJ beginnen, da aber um 13.20h noch längst nicht alle 23 Teilnehmer da waren, wurde die Reflektion auf später verschoben und wir fuhren gegen 14 Uhr in einem kleinen, voll gestopften Bus los Richtung Cartago.

Nach einer kurzen Fahrt kamen wir dann im sehr grünen und kühlen Cartago an, wo wir im Campamento Oikoumene (http://www.campamentooikoumene.com) untergebracht waren. Unser echt schönes Häuschen, das an einem rauschenden Fluss lag, mussten wir in Eile beziehen, denn der Nachmittag war gut durchgeplant und es standen viele Vorträge und Aktionen an. 

Die anderen Teilnehmer des Seminars waren alle entweder Freiwillige, die sich in der ACJ engagieren oder Mitarbeiter der ACJ Costa Ricas und das Seminar sollte alle auf den selben Wissensstand bringen. Das ganze Wochenende über hielten deshalb verschiedene Verantwortliche der ACJ Vorträge und jeden Morgen und jeden Abend gab es eine Reflektion. Die Vorträge behandelten Themen wie die Geschichte der ACJ/CVJM, die Aufgaben eines Freiwilligen und das Planen einer Gruppenaktivität. 

Die überwiegend eiskalten Duschen unseres Hauses und übergroße Mücken in der Dusche sorgten morgens dafür, dass wir trotz der frühen Stunde ordentlich wach wurden und zum Frühstück gingen. Nach dem Frühstück gingen dann die Vorträge los und unterbrochen wurden die Arbeitsphasen nur durch die Essenspausen.
Am Samstagabend wollten wir den anstrengenden Tag (Vorträge von 8-22h!) dann mit einem Lagerfeuer ausklingen lassen, doch der starke und anhaltende Regen machte uns leider einen Strich durch die Rechnung.

Sonntagmittag fuhren wir dann nach einem Vormittag voller Vorträge wieder Richtung San José. Alles in allem hatte ich mir mehr von dem campamento erwartet: Die Vorträge waren teilweise etwas langwierig, wir hatten kaum Freizeit und der dauernde Bezug zu Gott fiel mir auch schwer.

Wetter: regnerisch und kühl
Ich habe gelernt, dass... auch Zwanzigjährige noch gerne Stinkbomben werfen.
Stimmung: Viel Motivation und neue Anregungen für die Arbeit mit den Kindern.

Die Anreise in einer micro



Don Luis bei einem seiner Vorträge

Don Luis, mein Chef


Mein jüngerer Gastbruder


Mein älterer Gastbruder




Unser Häuschen


Der Balkon unseres Seminarraums


Maike und ich

Montag, 4. November 2013

Keine Halloweenparty!

Die letzte Arbeitswoche ist mal wieder verflogen: Wir haben Pizza mit den Kindern gemacht, der Strom und das Wasser sind mal wieder für fast einen Tag ausgefallen, es hat unglaublich stark geregnet und ich habe das erste Mal in meinem Leben Baseball gespielt.
Am Samstagmorgen war ich mal wieder auf der feria. Meine Gastfamilie hat Unmengen Obst und Gemüse gekauft und wir schleppten am Ende gefühlte 100 Beutel. Nachdem wir dann alles im Auto verstaut hatten, stärkten wir uns mit einer pipa gestärkt. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass pipas junge Kokosnüsse sind und ihr Saft sehr gut für den Magen sein soll.
Am Samstagabend haben alle ACJ-Freiwilligen dann eine Verkleidungsparty zusammen gefeiert. Es wurde aber betont, dass das keine Halloweenparty sei, denn Halloween ist hier eher als Geldmacherei verschrien und wird kaum gefeiert. Die Party kam natürlich nicht plötzlich, aber ich hatte bis um sieben Uhr abends noch keine Kostümidee. Meine Gastschwester hat mich dann gerettet und mich in schwarze Klamotten gesteckt und als Zombie geschminkt. Nicht das originellste Kostüm, aber besser als nichts! 
Heute Morgen hat meine ganze Gastfamilie erstmal ausgeschlafen und dann gemeinsam gefrühstückt. Den Vormittag habe ich dann mit meiner kleinen Gastnichte Amy verbracht und mit ihr gespielt und ihr die Nägel lackiert. Nachmittags sind wir dann in einem sehr überladenen Auto zur Mall gefahren und haben "Lluvia de Hamburguesas 2" geguckt. Das ist ein Kinderfilm, den wir eigentlich nur für Amy und ihren Bruder geschaut haben, aber wir Großen hatten auch unseren Spaß und ich habe mich in Alfresi, eine sprechende Erdbeere, verliebt.

Wetter: kurze Hose!
Ich habe gelernt, dass... man den Weihnachtsbaum hier schon Anfang November aufstellt.
Stimmung: ein Tag Wochenende wäre noch schön!


Zum Fürchten, oder?


Brenda und ich




Alfresi