Sonntag, 29. September 2013

Día de la independencia (15.September)

Die für den Unabhängigkeitstag typischen "desfiles" begannen um 9 Uhr morgens in Guadalupe, einem nahe gelegenen Viertel. Doch da mein Gastbruder erst ganz am Ende des Umzugs lief, starteten wir entspannt in den Tag. Als wir dann gegen 10.30h ankamen, waren die Straßen schon ziemlich voll und nur mit Mühe und Not bekamen wir noch einen guten Platz. Die "desfiles" sind ein Umzug, zu denen jede Schule aus der Umgebung etwas beiträgt. Viele Schulen schickten Tänzer, Fahnenträger oder Spielmannszüge, andere liefen einfach in Trachten mit.

Da wir nah am Endpunkt des Umzugs standen und es gefühlt 35 Grad warm war, waren die Schüler nicht mehr so motiviert, dennoch war es ein schöner Einblick in diese costaricanische Tradition. Nach dem Ende des Umzugs waren auch wir Zuschauer ziemlich müde und gingen in das nahe gelegene Apartment meiner ältesten Gastschwester, weil ihr Mann uns am Vortag versprochen hatte, für uns zu kochen. Das erwies sich dann aber als kleiner Scherz und er "kochte" arroz cantones, indem er in das Chinarestaurant um die Ecke ging und ihn dort kaufte. Dazu machte er dann allerdings noch angebratene, plattgedrückte, salzige Bananen, deren Namen ich leider vergessen habe und frijoles molidos (pürierte schwarze Bohnen). Alles in allem hätte ich erwartet, dass der Unabhängigkeitstag mehr gefeiert werden würde. In Chile wurden die fiestas patrias ziemlich groß geschrieben, hier allerdings ging es eher ruhig zu.

Wetter: strahlender Sonnenschein, abends gewitterte es allerdings heftig.
Ich habe gelernt, dass... man sich auch unter einem Regenschirm einen Sonnenbrand holen kann.
Stimmung: ziemlich kaputt von den desfiles.






Die Fahnenträger

Der Jahrgang meines Gastbruders



Traditioneller Tanz

Warten in der prallen Sonne