Seit letztem Montag streiken die costaricanischen Lehrer, weil ihnen seit drei Monaten nicht mehr gezahlt wurde. Da am letzten Donnerstag, dem 8.Mai, die Regierung gewechselt hat (alte Präsidentin: Laura Chinchilla, neuer Präsident: Luis Guillermo Solis) dachten alle, dass der Streik mit dem Regierungswechsel enden würde. Leider streiken die Lehrer aber weiter und der Streik hält nun schon 7 Werktage an. Heute in den Nachrichten wurde nochmal gesagt, dass er wohl auch bis auf unbeschränkte Zeit weitergeführt wird.
Die unverhofften Ferien kommen unseren Kindern natürlich gelegen: Sie können den ganzen Tag spielen, retten sich vor Klassenarbeiten und müssen keine Hausaufgaben machen. Für uns heißt das, dass wir deutlich mehr Kinder gleichzeitig betreuen und unsere Aktivitäten anpassen müssen. Letzte Woche bestand meine Gruppe teilweise aus bis zu 11 Kindern, die mir so unausgelastet und aufgedreht natürlich das Leben ein bisschen schwer machten. Langsam wird aber auch den Kindern klar, dass das der Streik nicht gut für sie ist, es so nicht weitergehen kann und dass sie extrem viel Zeit verlieren. Mittlerweile ist wohl sogar im Gespräch, dass die verlorenen Stunden nachgeholt werden müssen. Das hieße, dass die Kinder nach Ende des Streiks samstags zur Schule gehen müssten oder ihre Ferien Anfang Juli gestrichen würden, um den Stoff nachholen zu können.
Als wir Freitagnachmittag nach Tamarindo aufbrachen, waren wir von der vollen und stressigen Woche entsprechend geschlaucht und freuten uns auf ein Wochenende zum Ausspannen.
Wir kamen erst spätabends in Tamarindo, einem Surfspot auf der Halbinsel Nicoya, an und nutzten den ersten Abend zum Quatschen und Entspannen.
Samstagmorgen wachten wir auf und wurden von Regen begrüßt - die Regenzeit ist offiziell da! In einer Regenpause wagten wir es dennoch an den Strand, denn kalt war es trotz des Regens nicht. Leider fing der Regen bald wieder an und wurde immer heftiger. Wir nahmen also Reißaus und rannten klitschnass zum Hostel. Nach einer Dusche erkundeten wir den sehr touristischen Ort und machten das beste aus dem Regentag: Wir gingen ein bisschen shoppen, aßen ein Eis und schlenderten herum. Abends entdeckten wir eine "Falafel Bar" (https://www.facebook.com/tamarindofalafelbar) und ich aß nach langer Zeit endlich mal wieder Falafel und Hummus - ein Traum!
Am Sonntagmorgen begrüßte uns zum Glück die Sonne und wir verbrachten den ganzen Vormittag am Strand. Dort wurden wir Zeugen einer indischen Hochzeit, die dort am Strand stattfand. Diese so ganz andere Hochzeit von Weitem zu beobachten war wirklich sehr interessant.
Nun sind wir schon wieder zwei Tage hier in San José, der Streik geht weiter und die Regenzeit kommt langsam aber sicher! Eine schöne Woche euch allen!
Playa Tamarindo
Papaya-Ananas-Liebe
Hummus und Falafel in Costa Rica




