Samstag, 18. Januar 2014

Seminar in Mexiko City

Seit Montag bin ich nun auf meinem Zwischenseminar in Mexiko City. Das Zwischenseminar gehört zum Weltwärts-Programm und dient vor allem dem Austausch von Erfahrungen und der Reflexion der vergangenen Monate. Unser Seminarteam besteht aus 11 Teilnehmern aus Mexiko, Nicaragua, Costa Rica und Kolumbien und unserer Seminarleiterin, die in Mexiko lebt. Bisher haben wir einfach viel über unsere Erfahrungen, die verschiedenen Projekte und unsere Probleme geredet, was wirklich interessant und hilfreich war. 
Gestern haben wir dann einen Ausflug gemacht, um auch ein bisschen dieser riesigen Stadt kennenzulernen. Mit verschiedensten Verkehrsmitteln ging es zuerst zu den Pyramiden Tenotihuacán, die vor/in Mexiko City liegen. Das letzte Stück des Weges legten wir in einem kleinen Bus zurück, der nach einer Weile Fahrt plötzlich mitten auf der Autobahn anhielt. Der Busfahrer stieg aus, ging zu einem am Rand der Fahrbahn stehenden Polizeiauto und fing an mit den Polizisten zu reden. Wir wussten alle nicht, was los war und waren etwas verwirrt. Nach einer Weile kam er dann zurück und sagte, wir müssten den Polizisten jetzt ein bisschen Geld geben, damit sie uns durchfahren lassen (anscheinend durfte der Bus das Stadtgebiet nicht verlassen). Dank 150 Pesos (ca. 10 Euro), die wir den Polizisten dann zahlten, durften wir ungestört unseren Weg fortsetzen...
Angekommen bei den Pyramiden hatten wir Glück und es schien die Sonne, was in den vorherigen Tagen nicht immer der Fall war und vielen von uns deshalb permanent schrecklich kalt war (Decken aus dem Flugzeug retteten uns!). Die vielen Treppenstufen, die auf die Pyramiden führten, entpuppten sich wegen dünner Luft (Mexiko City liegt auf 2.400 Metern) und der Hitze als kleine Tortur, aber der Ausblick von oben war einfach unglaublich. Wir durchliefen das große Gelände mit den verschiedensten Pyramiden den gesamten Vormittag, kauften an ein paar Ständen Mitbringsel und fuhren dann zurück ins Zentrum.
Dort schauten wir uns nach einer Stärkung in einem mexikanischen Restaurant noch einen Wrestling-Kampf an (auf Spanisch: "lucha libre"). Auf diese Idee hatte uns unsere Teamerin gebracht, die selber lucha libre macht! Der Abend war total lustig und wir fieberten mit den Kämpfern mit und genossen die Atmosphäre in der Arena México (http://www.arenamexico.com.mx).

Auf der Fahrt zu den Pyramiden


Die große Pyramide im Hintergrund

Pause nach den vielen Treppenstufen

Sonne und Wärme muss genossen werden!

Kraft tanken!

Blick von der großen Pyramide




Tacos mit Gemüse

Lucha libre in der Arena México

Mittwoch, 15. Januar 2014

Silvester und Reise in den Süden

Buenas tardes! 
Hier kommen jetzt nochmal einige Fotos aus den drei Wochen in Chile. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen, das Wiedersehen mit Familien und Freunden war total schön und es hat sich erstaunlich wenig verändert in den immerhin fast drei Jahren verändert. In unserer letzten Woche in Chile waren wir mit meiner Gastfamilie, meiner Councellerin und ihrer Tochter im Süden Chiles und haben uns da ganz viel angeschaut und Ferien von den Ferien gemacht.
Am Sonntag ging es für mich dann weiter nach Mexiko City, wo ich jetzt für eine Woche mit zehn anderen Weltwärts-Freiwilligen mein Zwischenseminar habe!

Willkommens-Party

Valparaíso

Mit meiner Nachbarin Isa

Silvester

Silvester

Silvester

Meine Ex-Councellerin Sofia

Frutillar

Der Vulkan Osorno

Frutillar

Schwarzwälder Kirschtorte im Süden Chiles

Saltos del Petrohue



Montag, 30. Dezember 2013

De vuelta en Chile!

Ankunft

Alejandrito und ich

Wie sehr ich es vermisst habe - Manjarate!



Heiligabend

Wiedersehen mit meinen Freundinnen





Sightseeing mit Max



Samstag, 21. Dezember 2013

Sábado de Tamales

Gestern war unser letzter Arbeitstag vor den Weihnachtsferien und wir nutzten ihn zum Putzen, Aufräumen und Ausmisten. Die Kinder hatten Donnerstag ihre "fiesta de la alegría", die gleichzeitig ihr letzter Tag in der ACJ war. Die fiesta fand in einem Schwimmbad statt, dessen Pools leider total kalt waren und das Wetter hat auch nicht so mitgespielt, sodass das Aufpassen auf die Kinder, die natürlich furchtlos ins Wasser sprangen, eine kalte und eher unangenehme Angelegenheit war. Für jedes Kind gab es ein gespendetes Weihnachtsgeschenk von einem Paten einer großen Firma, die unter anderem noch 2 Hüpfburgen, ein KFC-Mittagessen und einen Santa Claus zur Verfügung stellte. Die Kinder haben den Tag sehr genossen und abends haben sich alle etwas sentimental von uns verabschiedet. Einige unserer Kinder hatten am Donnerstag ihren wirklich letzten Tag in der ACJ, weil sie schon 12 sind (die Altersgrenze in der ACJ ist 12 Jahre), im nächsten Jahr aufs colegio gehen und so nicht mehr kommen können/dürfen. Ein Junge, der eigentlich seit ich ihn kenne kaum Sentimentalität gezeigt hat, war den Tränen nahe, als er mich und Maike zum Abschied umarmte und er versprach uns, uns ganz oft besuchen zu kommen. Das war wirklich ein schöner Abschlusstag!

Heute, einen Tag vor meinem Abflug, haben wir noch die Zeit gefunden, Tamales zu machen. Tamales sind mit Gemüse, Fleisch, Huhn und Maismasse gefüllte Maisblätter. Die Zubereitung von Tamales ist typisch für die Weihnachtszeit und Tamales werden wohl bis Silvester morgens, mittags und auch abends gegessen. Damit ich nicht verpasse, wie meine Gastfamilie Tamales macht, haben wir die große Kochaktion noch in meinen letzten Tag vor der Abreise gequetscht. Von morgens früh an wirbelte meine Gastmutter durch die Küche und kochte Gemüse (Möhren, Kartoffeln,...), Fleisch und Huhn für die Füllung. Dann machten wir uns an die Maismasse, die laut meiner Gastmutter das wichtigste am Tamal ist. Nach vielem Kneten und Abschmecken war sie zufrieden und wir begannen, die Maisblätter zu putzen. Auf jedes Maisblatt kam ein Klacks Masse, dann Gemüse und Fleisch. Damit beim Kochen nichts aus dem Tamal ausläuft, wickelt man ihn in zwei Maisblätter und bindet ihn dann mit Faden fest zu. Während meine Gastmutter, mein kleiner Neffe und ich drinnen die Tamales machten, zündete mein Gastvater draußen schon ein Feuer an und erhitzte Wasser in einem riesigen Topf... und diesen riesigen Topf füllten wir wirklich bis oben hin mit Tamales! Am Ende des Tages hatten wir 100 Tamales gemacht. Meine Gastmutter meinte dazu nur, dass wir dieses Jahr zum Glück "poquitos" (wenige) gemacht hätten!

Wetter: sonnig.
Ich habe gelernt, dass... Tamales machen harte Arbeit ist.
Stimmung: morgen geht's los nach Chile- Abschied und Vorfreude!

Brenda und ich mit der verdienten Stärkung

Das Team der ACJ


Das Geheimnis der Tamales

Nachher sah es nicht mehr so ordentlich aus!





Dienstag, 17. Dezember 2013

Parque Nacional Manuel Antonio

Vorletztes Wochenende haben wir uns mal wieder einen Nationalpark vorgenommen: den Parque Nacional Manuel Antonio an der Pazifikküste. Wir nahmen einen frühen Bus und fuhren durch den Sonnenaufgang Richtung Küste. Nach drei Stunden Fahrt und vielen wie durch ein Wunder überwundenen Steigung und Kurven kamen wir im Dorf Manuel Antonio an. Von dort aus musste man noch ein Stückchen laufen, den Parkeintritt bezahlen (10 Dollar) und dann war man schon am Tor des Nationalparks. Man merkte direkt, dass in diesem kleinen Dorf alles auf Touristen ausgerichtet ist: Es gibt einen Souvenirmarkt, die Menschen sprechen einen prinzipiell auf Englisch an und die Preise sind deutlich angehoben.

Über einen steinigen Weg, der uns durch einen Wald voller Vögel, Faultiere und Affen führte, kamen wir zu einem der vielen Strände des Nationalparks. Da es total warm war, sicherten wir uns nur eben einen Platz im Schatten und gingen dann ins Wasser, das leider Badewannentemperatur hatte und deshalb nicht wirklich erfrischend war. Wir blieben den ganzen Tag an diesem einen Strand, verteidigten unser Essen gegen Waschbärenbanden, sonnten uns und genossen den freien Tag.
Da der Nationalpark schon um 16 Uhr schloss und unser Bus aber erst um 17 Uhr zurück fuhr, stärkten wir uns in Manuel Antonio noch mit einem Obstsalat mit Eis.

So, jetzt muss ich meine To-do-Liste weiter abarbeiten: Geschenke einpacken, Klamotten waschen, einen Quartalsbericht schreiben und und und... Aber ab Freitag ist die ACJ zu und wir haben Ferien, Samstag machen wir mit meiner ganzen Familie Tamales (in Maisblätter gefüllte Maismasse mit Fleisch und Gemüse, typisch für Weihnachten) und Sonntagmorgen geht es schon nach Chile!

Wetter: heute leider sehr kühl, regnerisch und windig.
Ich habe gelernt, dass... viele Costa Ricaner diese etwas kühlere Zeit des Jahres lieben.
Stimmung: zum typischen Vorweihnachtstrubel kommt auch noch der Pack-Stress.

Der Strand von dem Dorf Manuel Antonio

Weg im Nationalpark



Die Essensdiebe









Brenda und ich





Stärkung vor der Busfahrt

Sonnenuntergang